Marketing Trends 2022, die du kennen solltest

Neues Jahr, neuer Marketing-Trend? Fast.
Manche Entwicklungen und Strömungen zeichnen sich schon seit längerem ab – Video-Content beispielsweise. Videoformate werden schon seit einigen Jahren immer beliebter, doch spätestens 2022 sind sie ein fester Bestandteil in jedem ernstzunehmenden Marketingmix.

Dann gibt es noch plötzliche Hypes. Manche sind so schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen sind (Clubhouse), einige kommen, um zu bleiben (TikTok). Und ganz wenige Hypes entwickeln sich zu einem Trend. So hat der Hype um Clubhouse den Trend zu audiovisuellem Content und Podcasts ausgelöst.

Bedeutet das, du musst jeden Hype mitmachen? Nein. Auch nicht jeden Trend. An oberster Stelle steht immer der Nutzen für deine Marketingstrategie und Zielgruppe. Diesen gilt es zu evaluieren. Auch für dieses Jahr gibt es etliche Prognosen mit vermutlichen Marketing-Trends. Als Marketer ist es wichtig zu wissen, welche man sich genauer anschauen sollte und welche man getrost links liegen lassen kann. Diese fünf Marketing-Trends solltest du 2022 im Blick haben: 

Inklusives Marketing

Okay, seien wir ehrlich: Dieser Punkt ist nicht „nur“ ein Trend. Es ist ein Umdenken. Ein Wandel. Inklusives Marketing sollte – und muss – von Unternehmen ernst genommen werden. 

Inklusives Marketing zielt darauf ab, dass sich jeder Mensch verstanden und wahrgenommen fühlt. Produkte sollen so vermarketet werden, dass sie bei den unterschiedlichsten Menschen gut ankommen und keiner sich aufgrund seiner Hautfarbe, Religion, Sexualität, (sozialen) Herkunft, seines Gewichtes oder aus sonst einem Grund ausgeschlossen fühlt. Inklusives Marketing steht für diversität. Aber auch für barrierefreiheit, sodass auch Menschen mit Behinderung einen einfachen Zugang zu dem Unternehmen und damit auch zu nötigen Informationsquellen erhalten. Werbung wird schon seit einigen Jahren diverser. Wir sehen nicht nur noch weiße, schlanke Frauen. Aber immernoch übermäßig. Damit zeigen sich Unternehmen nicht nur engstirnig und fördern Vorurteile und Stereotypen sondern schließen auch einen großen Teil der (kauffähigen) Bevölkerung aus, da diese sich durch die vorhandene Werbung nicht angesprochen fühlt. Aus Unternehmerischersicht bedeutet das einen Verlust von potentiellen Käufern, Marktanteilen und Umsatz. 2022 sollten sich Unternehmen dahere viel stärker auf inklusives Marketing konzentrieren. 


Leise Nischen

Seit Jahren hören wir „du wirst nur erfolgreich, wenn du dich in Nischen bewegst“ und während in diesem Satz immernoch viel Wahrheit steckt, ist die „noisless niche“ 2022 the way to go„Nischen“ kennen wir alle. Aber leise Nischen? 

„Leise Nischen“ sind Nischen, die man eigentlich nicht kennt, es sei denn man ist selbst ein Teil davon. Vielleicht sagen dir: booktok, studygram oder plannergirl etwas? Alle drei Beispiele sind leise Nischen. Unter dem Hashtag Booktok werden vor allem auf TikTok Bücher von und für lesebegeisterten Usern vorgestellt. Mittlerweile springen einige Buchhändler auf den Zug auf, und platzieren die unter Booktok gehypten Bücher präsent in Ihrem Ladengeschäft – und es wirkt. 

Leise Nischen funktionieren vor allem deshalb so gut, weil dort Personen zusammenkommen, die ähnlich denken, ähnliche Hobbys und Wünsche haben. Diese Gruppen vermittelt ein Zugehörigkeitsgefühl – und ein starkes vertrauen untereinander. Diese Communitys sind über mehrere Plattformen hinweg aktiv – seien es bekannte wie TikTok oder Instagram oder eher „abgeschiedene“ Foren, Telegram oder Discord-Channel. Und warum eigenen sich leise Nischen für dein Marketing? Durch den klaren Themenbezug kann der Streuverlust minimiert werden, darüber hinaus ist die Interaktionsrate in leisen Nischen oftmals deutlich höher und der Wettbewerb um einiges geringer.


Snackable Content

Wenn wir uns auf Social Media bewegen, sind wir einem Dauerfeuer an Informationen ausgesetzt. Während die Instagram Captions seit Jahren durchschnittlich immer länger werden, wird die Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer. Laut Facebook wird ein Beitrag auf dem Handy grade mal für 1,7 Sekunden angeschaut! 

Laut Experten ist diese kurze Aufmerksamkeitsspanne auch ein Geheimnis hinter dem Erfolg von TikTok: die kurzen Videos sind einfach zu konsumieren. Snackable eben. Daher wird 2022 deutlich mehr Wert auf snackable Content gelegt. Die Kunst liegt darin den Inhalt in kleine Häppchen zu zerschneiden – jedes einzelne soll Lust auf mehr machen, Mehrwert bieten, interessant sein – aber eben auch kurz, aufmerksamkeitsstark und relevant für die Zielgruppe. Snackable Content eignet sich hervorragend für Content Recycling und verschiedene Gamification Ansätze.


Gamification im Marketing

Gamification ist nicht nur „snackable“ sondern ein eigener Marketing-Trend. 2022 legen Marketeer und Konsumenten mehr Wert darauf, (Werbe-)Inhalte interaktiver zu gestalten. Werbung soll Spaß machen. Die Zielgruppe einbeziehen. Bei der sogenannten Gamification werden spielerische Elemente in die Werbung integriert, um Nutzer zu einer interaktion zu motivieren. Gamification macht Marketing-Aktionen nicht nur attraktiver in der Zielgruppe, sondern erhöht nebenbei die Aufmerksamkeit der Kunden und sorgt dafür, dass die Werbeaktion länger im Kopf bleibt. Mittels spielerischen Elementen lassen sich aber auch komplexe Lerninhalte und Produktinformationen vermitteln. 

Ein tolles Beispiel für Gamification im Marketing ist RedBull. Der Energy-Drink-Hersteller hat einen Sales Contest veranstaltet und seine Mitarbeiter in Teams eingeteilt – wer nach dem Aktionszeitraum die meisten Punkte gesammelt hat, konnte exklusive Preise gewinnen. Punkte konnten die Teams sammeln, indem sie neue Distributoren oder  Werbeplatzierungen in Supermärkten aqkuirieren konnten oder wenn sie Quizfragen über die Produkte von RedBull und dem Unternehmen richtig beantworten konnten. Dank des spielerichen Ansatzes war nicht nur die motivation der Mitarbeiter hoch, sie konnten auch etwas über das eigene Unternehmen lernen. 

Pluspunkte gibt es 2022, wenn man die spielerischen Inhalte mittels Virtual Reality darstellt.


User Generated Content

Laut „Stackla“ finden nur 19 % der User den von Unternehmen erstellten Content authentisch. Das unterstreicht die wirksamkeit unseres nächsten Trends: 2022 werden mehr Werbetreibende ihren Fokus auf User Generated Content setzten. Also Beiträge und Inhalte die direkt von Ihrer Zielgruppe erstellt wurden. UGC wirkt glaubhafter, da die Empfehlung bei dem Unternehmen einzukaufen, direkt von einem zufriedenen Kunden kommt. Laut Stackla achten rund 80 % der User bei Ihrer Kaufentscheidung auf User Generated Content. Diese Art der Werbung ist somit authentisch, glaubwürdig und vertrauenserweckend. Unternehmen profitieren zusätzlich von der höheren Reichweite, da der Beitrag zuerst auf dem privaten Profil des Kunden gepostet wurde. Außerdem spart es Zeit und Ressourcen bei der Contenterstellung.

 

Das sind sie: unsere fünf Marketing-Trends für 2022. Welchen Trend nutzt du dieses Jahr für dein Marketing? Lass es uns in den Kommentaren wissen. 

 

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